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                                      Lackieren / Verwittern Beim Verwittern werden nicht nur Farben in flüssiger Form verwendet, sondern auch solche in fester Form wie Kreide und Pulver, teilweise sogar Filzstifte, wie in einzelnen Beispielen gezeigt wird. Die hier beschriebenen Methoden wurden von mir in der Praxis angewandt, was nicht bedeuten soll, dass andere Techniken nicht zu gleichen oder vielleicht zu besseren Resultaten führen würden. Beim Verwittern von Modellen ist es wie bei allem im Modellbau: je mehr Erfahrung man sammelt, umso besser werden die Resultate. Nachfolgend werden verschiedene Methoden des Verwitterns oder Alterns von Modellen beschrieben, welche auch beliebig miteinander kombiniert werden können. Wichtig beim Verwittern von Modellen ist es immer, sich das Vorbild genau anzusehen. Man sieht oft Modelle, die zwar spritztechnisch in Ordnung sind, von den zugefügten Verschmutzungen her jedoch alles andere als vorbildgetreu sind. Es genügt nicht, mit der Pistole oder dem Pinsel Dreckfarben auf ein Modell irgendwo aufzutragen, die Verschmutzungen müssen schon an den Stellen aufgetragen werden, wo sie auch tatsächlich beim Vorbild vorhanden sind oder sein könnten. Das genaue Ansehen von Vorbildfotos ist hierbei zweckdienlich. Publikationen wie die Güterwagenreihe von Stefan Carstens sind eine reine Fundgrube für ‘Verwitterungsfans’. Es gibt folgende Methoden, Modelle zu verwittern:
Verwittern mit der Spritzpistole
Das Verwittern von Modellen mit der Spritzpistole ist sicherlich eine der bekanntesten Methoden, ein Modell zu verschmutzen. Trotzdem sind nicht wenige die sich davor drücken, es selbst einmal auszuprobieren. Dies sicherlich auch nicht ohne Grund, denn man muss sich schon darüber im Klaren sein, dass ein so behandeltes Modell nicht mehr in seinen Ursprungszustand zurückversetzt werden kann. Märklin Sammlern würden die Haare zu Berge stehen, würde man ihren ach so teueren ‘du musst in der Kiste bleiben Modellen’ mit Farbe an den Pelz, oder besser Lack gehen. Doch für diese Art von selbsternannten Modellbahnern sind diese Zeilen bestimmt nicht geschrieben, sondern für Betriebsbahner, welche ihre Modelle der Realität ein Stückchen näher bringen wollen. Bevor man sich nun mit der Spritzpistole an ein doch kostbares Modell heranwagt, sollte man sich erst mal an einem minderwertigen Modell versuchen, vielleicht ein altes beschädigtes Modell. In Ermangelung an einem solchen, kann man einige Übungsobjekte in ebay ersteigern oder auf einer Börse zulegen (Schrott findet man dort in rohen Massen)
Verwittern mit Kreide und Farbpudern
Das Verwittern mit Farbpudern wurde in den letzten Jahren immer beliebter. Es gibt in Zwischenzeit eine ganze Reihe von Farbpuder, welche alle ihren Zweck erfüllen. Kreide hat den Vorteil, dass man sich die tatsächlich benötigten Farben zulegen kann und man im Künstlerbedarf eine Riesenauswahl an Farbtönen vorfindet. Man muss allerdings darauf achten, dass man sich trockene Kreide zulegt, Ölkreiden eignen sich zum Verwittern von Modellen leider nicht. Reibt man die Kreide über Glaspapier, erhält man sehr feinen Kreidepulver, welcher hervorragend für unsere Zwecke benutzt werden kann. Bevor man den Modellen allerdings mit der Kreide an den Lack gehen kann, muss man sie mit einer Schicht mattem Klarsichtlack überziehen, ansonsten die Farbpigmente der Pulverfarben nicht oder nur sehr schlecht haften bleiben.
Verwittern mit Filzstiften
Filzstifte sind weniger bekannt dafür, dass man mit ihnen Modelle verwittern kann. Sie eignen sich jedoch ausgezeichnet wenn es gilt, feine Linien oder kleinere Flächen zielgenau zu markieren. Schlägt der Versuch fehl, kann man die Farbe mit einem feuchten Wattestäbchen sofort wieder entfernen. Auch beim Verwenden von Filzstiften ist das Modell vorher mit einer Schicht Mattlack zu überziehen, da die Farbe sonst nur sehr schlecht greift. Trägt man Farbe mit Filzstiften auf, scheinen diese erst seidenmatt bis glänzend, kommen sie jedoch mit Wasser (angefeuchtete Wattestäbchen) in Kontakt, wird die Farbe matt.
Auch handelsübliche Wasserfarben eignen sich zum Verwittern von Modellen. Auf Kunststoffmodellen ist der Gebrauch von Wasserfaben allerdings abzuraten, vielmehr kann man diese beim Verwittern von Echtholzmodellen (Wagen und Gebäude) sowie von Gipsmodellen (z.B. sebst gegossene Mauern) benutzen. Stark verdünnte Wasserfarben haben eine lasierende Wirkung die man beim Verwittern gezielt einsetzen kann. Etwas Übung vor dem eigentlichen Verwittern des Modells ist auch hier ratsam.
Verwittern mit Wasserfarben
Beispiele